Ich bin Feministin!
Eva-Maria Holzleitner ist neue Frauenministerin! “Ich bin Feministin!” – mit diesen Worten hat “unsere” Ministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, Eva-Maria Holzleitner am Donnerstag ihre Pressekonferenz zum Weltfrauentag begonnen. Worte, die Balsam auf den Seelen vieler Frauen in Österreich sind. Wir kennen und schätzen Eva-Maria Holzleitner als Kämpferin für Frauenrechte, als sozialdemokratische Politikerin, die Frauen ein selbstbestimmtes, chancengleiches und sicheres Leben ermöglichen möchte. Und wenn sie auf ihrer ersten Pressekonferenz gesagt hat “Wir werden nicht nur über Frauenpolitik reden, wir werden Frauenpolitik umsetzen. Ich werde rennen und brennen, um das Regierungsprogramm konsequent umzusetzen” – dann wissen wir: sie wird das genauso machen. Eva-Maria Holzleitner bleibt als Frauenministerin unsere SPÖ Frauenvorsitzende. Hier findet ihr ein Porträt der neuen Frauenministerin. Echte Frauenpolitik zum Internationalen Frauentag Die Bundesregierung hat einen ambitionierten Fahrplan ausgearbeitet, den die Frauenministerin in ihrem Bereich umsetzen wird. Es ist allen ein Anliegen, in den kommenden fünf Jahren für die Frauen in Österreich etwas zum Besseren zu bewegen. Eva-Maria Holzleitner hebt besonders den Gewaltschutz hervor – geplant sind etwa Fußfesseln für Hochrisiko-Gewalttäter und ein Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen. Kommen soll außerdem ein “Dick-Pic-Paragraf”, der die ungewollte Zusendung von Penisbildern unter Strafe stellt. Beim Thema Gewaltschutz sollen die Lebensrealitäten aller Frauen berücksichtigt werden – insbesondere auch von älteren Frauen und jenen mit Behinderung. Weitere Schwerpunkte sind die finanzielle Unabhängigkeit von Frauen und Frauengesundheit. Ein echtes Gleichstellungsprogramm als Geschenk für die Frauen in diesem Land zum Frauentag am 8. März! Die neue Frauenministerin wird am Sonntag, den 9. März zu Gast in der ORF Pressestunde sein, 11.05 Uhr in ORF 2. UNO-Bericht zum Internationalen Frauentag Trotz zahlreicher Fortschritte sind die Rechte von Frauen einem UNO-Bericht zufolge in jedem vierten Land der Welt bedroht. Wie aus einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht hervorgeht, berichtete rund ein Viertel der Regierungen von Rückschritten bei den Frauenrechten. Demnach hat sich die Zahl der Frauen und Mädchen, die in Konfliktgebieten leben, in den vergangenen zehn Jahren deutlich erhöht. Frauenrechtsaktivist*innen werden dort zudem bedroht oder sogar getötet, heißt es in dem Bericht. UNO-Generalsekretär Guterres sagte, Frauenfeindlichkeit sei nach wie vor verbreitet. Gemeinsam müsse man sich dafür einsetzen, dass Menschenrechte, Gleichberechtigung und Stärkung für alle Frauen und Mädchen Wirklichkeit würden. Anlass des Berichts ist der internationale Frauentag am 8. März. Städtebund-AK-Gleichstellungsindex: Frauengerechte Gesellschaft nutzt allen! Das Institut Foresight hat für den Österreichischen Städtebund und die Arbeiterkammer nach 2021 auch 2025 erhoben, wie es um die Gleichstellung in den österreichischen Städten und Gemeinden bestellt ist. Dazu wurden die 2.092 österreichischen Gemeinden und die 23 Wiener Gemeindebezirke in den Dimensionen Bildung, Erwerbstätigkeit, Einkommen, Kinderbetreuung, Gesundheit, Gewaltschutz, Mobilität, demographische Entwicklungen und Repräsentation von Frauen in Politik und Wirtschaft untersucht. In den meisten Bundesländern sind zwischen 2021 und 2025 zwar Verbesserungen festzustellen, im Durchschnitt erreicht eine Gemeinde in Österreich dennoch nur 49 von 100 Punkten, gerechnet über alle Dimensionen. Eines zeigt sich klar: Bei Einkommen und Teilzeitarbeit muss dringend gehandelt werden. Besonders möchten wir auf die interaktive Karte mit dem Wert für jede Stadt und Gemeinde verweisen Young Elected Politicians 2025 Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) startet seinen jährlichen Aufruf zur Auswahl junger gewählter Politiker*innen für das YEP-Programm 2025. Das YEP-Programm bietet jungen Kommunalpolitiker*innen die Möglichkeit, sich zu vernetzen, bewährte Verfahren auszutauschen, sich über EU-Rechtsvorschriften und EU-Finanzierungsmöglichkeiten zu informieren, an der Arbeit des AdR mitzuwirken und sich mit AdR-Mitgliedern und anderen Politiker*innen zu treffen und zu diskutieren. Weitere Informationen zu den YEP-Aktivitäten findet ihr auf der YEP-Webseite. Jüdisches Filmfestival 11.-25. März Seit seiner Gründung vor 34 Jahren ist es dem Jüdischen Filmfestival Wien eine Herzensangelegenheit, Filmkunst zu den Menschen zu bringen. Das Wesentlichste dabei ist, dadurch dem zunehmenden Antisemitismus und Rassismus aktiv entgegenzuwirken. Die erschreckenden aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen beweisen, dass dieses Engagement notwendiger denn je ist und weiterhin sein wird. Einen Schwerpunkt bildet dieses Jahr “Her Story”: Filme aus weiblicher Perspektive zeigen die Vielfalt menschlicher Erfahrungen, brechen Stereotype auf und schaffen neue Vorbilder. Religiöse Riten und Traditionen werden infrage gestellt, besonders auch in Bezug auf heranwachsende Mädchen. Hier geht es zum Programm Das außergewöhnliche Leben der Margarethe Hilferding Anlässlich des Frauentages wollen wir euch ein Porträt über Margarethe Hilferding im “Standard” empfehlen. Sie war die 1. Frau, die in Österreich im Jahr 1903 das Medizinstudium absolvierte. In Wien eröffnete Hilferding ihre Praxis als Kassenärztin und war später als sozialdemokratische Bezirksrätin und Schulärztin aktiv. Hilferding war Vorreiterin im Kampf um Frauenrechte und die erste Frau, die Vollmitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung wurde. Ihr sozialdemokratisches Engagement führte dazu, dass sie 1934 verhaftet wurde, 1938 verlor sie schließlich alles. 1941 wurde sie in Theresienstadt ermordet. Eveline List, Historikerin und Psychoanalytikerin in Wien, arbeitet gerade an einer Neuauflage ihrer 2006 erschienenen Biografie “Mutterliebe und Geburtenkontrolle – Zwischen Psychoanalyse und Sozialismus” über Margarethe Hilferding. |
Quelle: Eva-Maria Holzleitner